Ideen zum Internet

Anfangs wurde das Internet lediglich für wissenschaftliche und militärische Zwecke genutzt. Mit der Steigerung der Leistungsfähigkeit und der Reduzierung der Größen auf einen Bruchteil von früher, kehrten die Computer mehr und mehr in privaten Haushalten ein.

Bleiben wir bei dem Gedanken Leistungsfähigkeit von Computern. Ist es wirklich nötig, dass Computer für Endbenutzer immer mehr Leistung bekommen, wenn nur simple Office- und Internetaufgaben gelöst werden sollen. Für Spielechunkies, die 2 [acronym=FPS]Frames Per Second[/acronym] mehr wollen sind natürlich ungehemmter, tief ins Portmonee zu greifen um die nötige Hardware zu erstehen. Doch für den Rest würde aus heutiger Sicht ein Computer genügen, der einen simpler Browser am Leben erhält, so dass man den Rest über Onlineangebote realisieren kann.

Die Technik wird immer unüberschaubarer für alle Non-Geeks, so dass normale Konsumenten ohne ständiges Lernen unter gehen. Doch vom Medium Internet sollte man sie nicht fern halten, nur weil sie potentielle Opfer für Angriffe darstellen und sich nicht so schnell in neue Techniken einarbeiten.

Verlagert man den gesamten Offlineinhalt eines Computers beispielsweise ins Internet, muss man zwar mit der Ungewissheit leben, dass damit Schabernack getrieben wird, doch kann man wiederum davon ausgehen, dass Administratoren größerer Plattformen mehr Sicherheitsvorkehrungen getroffen haben als so mancher Hobbycomputeranwender.

Web2.0 mag ein Kunstwort sein, doch wir befinden uns direkt darin und haben mehr Möglichkeiten als je zuvor. Ich habe selbst einen Großteil meiner Daten bereits ins Internet portiert, da ich oft an mehreren Computern arbeite und nicht über die Replikation untereinander nachdenken möchte. So sind meine Bookmarks bei Mister Wong gut aufgehoben und erfüllen in der Gemeinschaft einen noch besseren Zweck, als wenn sie hier im verbogenen schlummern. Als Instant Messenger-Ersatz nutze ich schon länger Meboo, was eine hervorragende Onlineschnittstelle für diverse Netzwerke (wie [acronym=ICQ]I seek you[/acronym]) bildet. Und so führt sich das fort. Durch den Einsatz von Onlineangeboten benötigt man keine installierten Programme mehr, was viele Sicherheitslücken schließt. Gleichzeitig sinkt damit auch die Angriffsmöglichkeiten großer Internetbetreiber, da man diese eigentlich nur durch DDoS außer Gefecht setzen kann. Mit weniger anfälligen Computern würde dies aber auch zurück gehen, da keine Bots zur Verfügung stehen, die diese Arbeit erledigen.

Prinzipiell benötigen wir nicht einmal mehr ein so ausgefallenes Betriebssystem (wie beispielsweise Windows), da das Leben online abläuft und sich ständig erweitert. Zudem schafft man eine dezentrale Einheit, die durch die Gemeinde wächst. Komplette Betriebssysteme, die vereinzelt als Onlineapplikation dastehen werden aber weniger Zukunft besitzen. Witzig wäre es, wenn Mozilla meinen Post liest und ein eigenes Betriebssystem entwickelt, was nur bootet und anschließend eine Schnittstelle zum Internet (Browser mit allen nötigen Plugins) bereit hält ;)

Wer sich noch immer fragt, was dieser Post soll. Wir befinden uns nicht mehr im Web1.0, in dem nur stupide Textdokumente ausgetauscht wurden. Wir befinden uns auch nicht mehr im Web1.5, wo die Technik langsam in Richtung Zukunft vorbereitet wurde, sondern im Web2.0 – im Mitmachweb. Das Internet lebt durch die Menschen, die es mit gestalten und mit entwickeln. Aus diesem Grund sollte der Ein oder Andere Kritiker über das Ganze nachdenken.

Das Web2.0 ist zwar prinzipiell nichts neues, aber (wir) Entwickler fühlen sich dadurch angespornt neues interaktives zu schaffen, was im vollen Gange ist.

Durch die neuen Möglichkeiten wächst die Welt noch mehr zusammen, und das Internet überträgt sich mehr und mehr auf unsere reale Welt.

Der Post hatte etwas philophisches. Ich wollte mich zu der Thematik eigentlich nur mal äußern und vielleicht das Ein oder Andere aufschlüsseln und evtl. abschätzen, wie es im Web3.0 weiter geht. Prinzipiell wird die nächste Version des Internets nichts neues bringen aber ein paar neue Techniken werden sicher zum Einsatz kommen. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass die 3. Dimension an Bedeutung gewinnen wird, was zu noch aufwendig programmierten Applikationen führt. Wobei durch VRML sollte die visuelle Umsetzung im dreidimensionalen Raum gar nicht so komplex werden. Was aber meiner Meinung nach kommen wird ist, dass Grafiken durch [acronym=SVG]Structed Vector Graphic[/acronym] vom Client erstellt werden und diese Technik irgendwann Flash ablöst.

Zu dem Thema habe ich übrigens einen recht interessanten Artikel bei Monika gefunden.

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2 Kommentare

  1. Datenbaer
    13. Februar 2007 um 10:14

    "Wir befinden uns nicht mehr im Web1.0, in dem nur stupide Textdokumente ausgetauscht wurden. Wir befinden uns auch nicht mehr im Web1.5, wo die Technik langsam in Richtung Zukunft vorbereitet wurde, sondern im Web2.0 – im Mitmachweb. Das Internet lebt durch die Menschen, die es mit gestalten und mit entwickeln. Aus diesem Grund sollte der Ein oder Andere Kritiker über das Ganze nachdenken."
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    Leserbeschimpfung – ist das der neue Stil des Web 2? Ich halte diese Aussage für etwas überzogen, denn die schöne neue Webwelt, in der jeder mitmacht und wir alle eine große, große Familie sind, ist die reine Utopie von Leuten, die eh den ganzen Tag an Webapplikationen basteln. Es ist definitv nicht die Welt derjenigen, die das Internet als Normalnutzer zum Einholen von Informationen nutzen. Die Gedankenwelt der Entwickler zielt hier völlig an den Realitäten der Menschen vorbei, die das Netz als normale KOnsumenten nutzen und offenbart in der oben zitierten Aussage den arroganten Standpunkt, der dabei leider sehr häufig eingenommen wird. Man kann es ja auch umkehren und sagen: bevor man sich mit dem ganz Firlefanz abgeben muß, ist es oft besser, einfach nur Text und Onformationen rüberzubringen, damit der Inhalt über das ganze Drumherum nicht verloeren geht.

  2. 13. Februar 2007 um 12:32

    Hallo Datenbär,
    ich habe vielleicht ein bisschen provokativ geschrieben und du magst in einigen Punkten Recht haben, doch ist das Web 2.0 sicher nicht nur aus Entwicklersicht gut zu heißen.

    Klar ist dies auch eine Gratwanderung, die man als Webentwickler einschlagen muss um zwischen "nötig" und "unnötig" entscheiden zu können.

    Beleidigen wollte ich mit dem Artikel im Übrigen niemanden.

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