Lange hat Google die Webmaster- und SEO-Gemeinde an der Nase herum geführt. Aufgrund vieler Anfragen bei Google – warum die Backlinks bei einer Abfrage nicht korrekt angezeigt werden – wurde dieser Umstand endlich aus der Welt geschafft.
Zwar ist mittels link: -Abfrage noch immer nur ein Bruchteil der eingehenden Links aufzufinden, aber Google hat in den Webmaster Tools einen neuen Tab namens “Links” eingeführt. Mit diesem Tool ist es möglich verifizierte Domains (also Domains, bei denen man beweißen kann, dass man der Eigentümer ist) zu analysieren welche eingehenden Links vorhanden sind sowie welche internen Links vorherrschen.
Zwar sind das immer noch nicht alle Verlinkungen aber gut 10mal mehr als die alt bekannte Abfrage. Zudem hat uns Google ein paar mehr Features zur Verfügung gestellt, als wir uns je gewünscht hätten. So sieht man welche Websites auf welche Unterseiten linken und wann dies zuletzt durch Google festgestellt wurde. Zwar ist der Bestand nicht ganz aktuell, aber ich werde mal ruhig sein, nicht das uns Google das Spielzeug wieder weg nimmt.
Es gab übrigens einen kleinen Fehler in der neuen Linkabfrage, der es ermöglicht hat, nicht verifizierte Domains abzufragen. Dazu musste man lediglich eine Domain hinzufügen und auf Links klicken. So sind auch die Backlinks von großen Seiten wie Google, Yahoo!, MSN oder digg ans Tageslicht gekommen. Problem dabei ist, dass man diese nun nicht mehr hat und selbst exportieren konnte man nicht alle.
Dass aber nicht jeder alle Links nachvollziehen kann hat vielleicht auch den Vorteil, dass die Konkurrenz einen nicht mehr ganz so leicht analysieren kann. Ziehen die anderen Suchmaschinengrößen wie Yahoo! und Live nach und manipulieren die Link-Abfrage haben die SEO`s aber zukünftig ein Problem. Aber dann schreibt sich halt jeder seine eigene Suchmaschine
Aufgeführt werden übrigens alle URL`s, die in irgendeiner Form auf die eigene Seite linken, was durchaus auch nofollow-Links sein können. Also man erfährt daraus nicht, ob man von einem Link den geliebten Pagerank erbt. Es werden aber trotzdem keine Links angezeigt, die sich im “Supplemental Index” befinden, die also einen zu geringen Pagerank aufweisen.
Alt bekannt ist auch die Exportfunktion aus den Google Webmaster Tools. So kann man auch diese Tabellen im [acronym=CSV]Comma Seperated Value[/acronym]-Format herunter laden. Exportiert werden können bis zu 1 Mio Datensätze, was also auch größere Domains für die Auswertung zulässt. Nur mit Excel wird das bisschen schwierig, da dort bei 65536 Zeilen Schluss ist. Es wird aber bestimmt SEO`s geben, die sich ein kleines Auswertungstool für die CSV-Dateien schreiben, die z.B. den Pagerank unter Berücksichtigung von nofollow testen.
Apropos Analyse. Anhand der internen Links, die Google aufführt kann man einfach Missstände in der internen Verlinkung ausfindig machen und korrigieren, was ein weiterer Vorteil dieses neuen Tools ist.
Interessant zu erwähnen ist vielleicht noch, dass Google keine Backlinks von gekickten Domains mehr führt, was weitere Schlüsse über die Arbeitsweise von Google zulässt.
Langsam wird der von Google angebotene Service eine gute Hilfe für Webmaster. Ich habe gerade durch unsere Google-Probleme in letzter Zeit dieses Tool viel beansprucht, um die Missstände in der Verlinkung zu beseitigen. Mittlerweile kommt der Googlebot alle 1-2 Tage wieder anstatt sonst 1-2 Wochen zu benötigen.
Es fehlt nur noch ein Echtzeitpagerank in den Tools um den Service zu komplettieren. Der Pagerank, der einmal im Quartal (wenn überhaupt) auf die Datacenter geschickt wird ist wie wir ja wissen weniger zu gebrauchen.
via Google Webmaster Blog