Die Verfilmung der Schlacht an den Thermopylen ist ein Action geladenes Spektakel, das hält was es verspricht: atemberaubende Kampfszenen und eine gute visuelle Umsetzung.
Ich habe zwar noch nie eine Filmkritik geschrieben, habe aber vor das jetzt öfter zu tun, da ich finde, das es den Blog sicher etwas auflockert.
300 ist ganz klar ein Männerfilm, das ist schon aus dem Trailer ersichtlich. Es geht dabei um die Erste Schlacht bei den Thermopylen in der 300 Spartaner gegen das zahlenmäßig überlegende persische Heer kämpfen. König Leonidas wählte die strategisch günstige Bergenge an den Thermopylen als Schlachtfeld und konnte den Perser so hohe Verluste zufügen. Angesichts der zahlenmäßigen Überlegenheit der Perser und Verrat innerhalb der eigenen Reihen, sterben alle 300 Spartaner einen heldenhaften Tod. Ihre Opferbereitschaft setzt jedoch ein Zeichen und vereint die Griechen zu einem gemeinsamen Bündnis gegen die Perser.
300 ist eigentlich eine Verfilmung des gleichnamigen Comcis von "Sin City"-Autor Frank Miller. Da ich den Comic nicht kenne, kann ich keine Aussagen darüber machen, jedoch hätte dem Film ein bisschen mehr Story schon gut getan. Die visuellen Effekte und Schlachtszenen sind toll, da gibt es absolut nichts zu meckern. So gut gemachte Schlachten sieht man selten, wer ähnliche Filme mit solchen Sequenzen kennt, darf sie gerne in den Kommentaren nennen!
Nein, ich bin auch ein Story Fan. Ein Film kann so viele gute Actionszenen haben wie er will, die Handlung und vor allem Dialoge dahinter sind genauso wichtig. Ja, ich bin ein Kill Bill Fan
Die 117 Minuten Spielzeit hätte man ruhig verlängern und zum Beispiel etwas mehr über die Lebensweise der Spartaner und deren Philosophie erzählen können. Trotzdem, das was da ist an Handlung und Dialogen ist ausreichend, man kommt sogar manchmal ins schmunzeln.
Ein wichtiger Punkt sind denke ich noch die Medien. Es kam seitens der Medien zum Teil viel negatives gegen 300 rüber, es wurden viele ideologische Fragen aufgeworfen. Einerseits wurde der Film dahingehend interpretiert, dass er gewaltverherrlichend sei und mit Durchhalteparolen gespickt ist, das im Bezug auf den Irak. Außerdem regte sich heftiger Widerstand gegen die tuntenhafte Gestaltung von Xerxes, dem persischen Gott-König. Das wurde vielfach als Beleidigung gegen das islamische Volk gesehen, die immer noch stolz auf das vergangene Perserreich sind. Auch auf einen möglichen Iran-Krieg soll hier schon mal eingestimmt werden.
Wenn man solche Kritiken hört, dann muss man sich schon zum Teil an den Kopf fassen. Die Tendenz in westlichen Filmen geht nun mal in Richtung Gewaltfilm, diese Tatsache kann man nicht ändern. Es sollte auch nicht vergessen werden, dass es sich nur um einen Film handelt. Im Kino geht es um Unterhaltung, deshalb sollte man nicht alles so eng sehen.
Mir hat der Film auf jeden Fall gut gefallen. Für einen netten Kino Abend ist 300 super geeignet.