Mit der weitreichenden Plakatkampagne “Augen auf Auris. Der neue Toyota” läuft der japanische Autobauer Toyota VW den Rang ab und schaltet die größte Plakatkampagne, die die Bundesrepublik je gesehen hat.
Die Präsenz der Auris Plakate ist wahrlich überwältigend. So ziemlich jede Werbefläche in Deutschlands Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern wurde von Toyota gebucht. Insgesamt wurden so über 200.000 Plakatflächen mit 23 unterschiedlichen Motiven ausgenutzt. Sie umfasst alle Out-of-home-Medien wie 18/1, Citylight-Poster, Superposter, Megalights, Litfass-Säulen, eben alles wo man ein Plakat hinkleben kann. Damit wurde die bisher größte Plakatkampagne Deutschlands von VW sogar noch übertroffen.
“Als wir mit Toyota und Zenithmedia die Idee besprachen, alle Plakatstellen Deutschlands zur Einführung des Auris zu belegen, waren wir sofort Feuer und Flamme,” so Jochen Karrer, CEO der Kreativ-Agentur BMZ+more in Düsseldorf. “Die Strategie, Plakat zu dem Leitmedium einer Einführungskampagne zu machen, ist nicht nur innovativ, sondern erforderte von der Kreativagentur eine ganz neue Denke und Herangehensweise, weil es eine derartige Kampagne noch nie gegeben hat.”
Den Toyota-Auftritt hat BMZ + more in Düsseldorf gestaltet, die sich nach internen Informationen gegen Change, Frankfurt, durchgesetzt hat. Beide Agenturen gehören zum Toyota-Pool. In der begleitenden Online-Kampagne textet BMZ: “Wir gratulieren Volkswagen, DDB und Mediacom zur zweitgrößten Plakatkampagne Deutschlands”.
Meiner Meinung nach sind diese Auris Plakate jedoch recht hässlich und nichtssagend. Die Motive langweilen nach dem zweiten Hinsehen, auch wenn die Fotografien hochwertig sind. Eine Werbung sollte in meinen Augen etwas über das Produkt aussagen, damit ich einen Anreiz habe es zu kaufen. Was zieht man aus diesen Plakaten heraus? Keine Ahnung, vielleicht ist das Auto gut in der Wüste einsetzbar. Natürlich ist mir klar, dass diese Aktion mehr auf Markenbildung und Aufmerksamkeit abzielt, umso mehr hätte man den ein oder anderen (weiblichen) Blickfang bieten können.
Naja, wenigstens freut sich die Agentur und Toyota hat viel Geld ausgegeben. In Deutschland seh ich sowieso wenig Chancen für ein nicht deutsches Auto sich durchzusetzen.
Quellen: Fabian Nöthes Weblog, BMZ+more