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Sinnvolle Übersetzung von Unternehmenswebseiten

Sobald ein Unternehmen seine Website ins Internet stellt, ist es international tätig. Zusammen mit der Tatsache, dass das Internet für eine Vielzahl von Verbrauchern häufig die erste Anlaufstelle ist, bedeutet dieser Umstand, dass ein Unternehmen eine einfache Gelegenheit versäumt, wenn es seine Website in nur einer Sprache anbietet.

In Zeiten wirtschaftlicher Turbulenzen ist die Notwendigkeit, ihre Online-Präsenz auf den internationalen Märkten zu optimieren, für Unternehmen nämlich noch wichtiger. Eine verbesserte Online-Sichtbarkeit in Ihren wichtigsten Zielmärkten wirkt sich entscheidend auf Ihren Erfolg aus und kann aus kaufmännischer Sicht das Zünglein an der Waage zwischen Erfolg und Misserfolg sein.

Bevor es ans Optimieren geht, muss aber zunächst übersetzt werden. Es mag verlockend erscheinen, seine Website in der eigenen Landessprache, wie z.B. Deutsch, und daneben auf Englisch für den Rest der Welt anzubieten. Englisch mag sich tatsächlich faktisch zur internationalen Handelssprache entwickelt haben – und in der Folge zur Sprache des Internets, aber ein Unternehmen, das danach strebt, in internationale Märkte vorzudringen, sollte die folgenden Tatsachen nicht ignorieren:

  • Die Bevölkerung Asiens macht mehr als 40% aller weltweiten Internetnutzer aus
  • In China leben 30% mehr Internetnutzer als in den USA
  • 75% der Weltbevölkerung spricht überhaupt kein Englisch
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass Internetnutzer etwas auf einer Website kaufen, ist viermal so hoch, wenn diese in ihrer eigenen Muttersprache verfasst ist
  • Die Mehrheit der Webseiten ist auf Englisch verfasst, aber mehr als die Hälfte aller Suchanfragen bei Google wird in anderen Sprachen als Englisch gestellt
  • Die Menschen durchsuchen das Internet in ihrer Muttersprache

Demzufolge müssen Unternehmen, denen es ein echtes Anliegen ist, sich internationale Märkte zu erschließen, ihre Website tatsächlich für jeden einzelnen ihrer Zielmärkte lokalisieren. Und dies gilt sowohl für Mundarten als auch für Sprachen.

Es kann in der Tat verführerisch sein, Ihre Website beispielsweise ins Französische zu übersetzen, um mit dieser Übersetzung Französischsprachige in Frankreich, Belgien, Kanada und in der Schweiz anzusprechen. Die unterschiedlichen Varianten des Französischen bedürfen jedoch eines sehr individuellen Vorgehens.

In Frankreich wird beispielsweise das Wort „E-Mail“ einfach mit email übersetzt. Im kanadischen (Québecer) Französisch wird dieses Wort jedoch wörtlich aus dem Englischen übersetzt und heißt deshalb courrier électronique (electronic mail). Gleichermaßen heißt „Mittagessen“ in Frankreich déjeuner, in Belgien undd in der Schweiz aber dîner, während dîner in Frankreich „Abendessen“ bedeutet.

Die Anzeige dieses Bildes wird in Ihrem Browser möglicherweise nicht unterstützt. Vergleicht man die international verschiedenen Sprachvarianten des Deutschen, Spanischen, Portugiesischen und Englischen, findet man zahlreiche solcher Beispiele, die die Bedeutung des richtigen Lokalisierens Ihrer Website hervorheben.

Es geht jedoch nicht allein um das Übersetzen und Lokalisieren Ihrer Website. Wenn Ihre fremdsprachige Website im Netz steht, muss sie außerdem optimiert werden, damit sie im Internet in einem Höchstmaß wahrgenommen wird.

Beim Optimieren Ihrer Website für andere Sprachen sollten Sie außerdem das bloße Übersetzen der Keywords Ihrer ursprünglichen Website vermeiden. Selbst eine korrekte Übersetzung ist nicht notwendigerweise genau das, was Internetnutzer eingeben, wenn sie etwas vor Ort suchen – sie verwenden vielleicht stattdessen Synonyme, Abkürzungen, Akronyme oder umgangssprachliche Ausdrücke. Sie müssen herausfinden, welche Begriffe Verbraucher vor Ort verwenden, um nach Produkten und Dienstleistungen zu suchen, und diese anschließend in Ihre professionell übersetzte Website integrieren.

Wenn Sie eine solche Online-Strategie für all Ihre Zielmärkte verfolgen, sollte Ihr Online-Profil – und in weiterer Folge Ihr Betriebseinkommen – rasant ansteigen.

Dies ist ein Gastartikel von Lingo24.

Mail Adresse für 10 Minuten

Wer schnell eine E-Mail-Adresse für eine Registrierung und den darauf folgenden Bestätigungslink benötigt, kann sich eine 10 Minuten Mail anlegen lassen. Der Service ist kostenlos, finanziert sich durch Werbung und funktioniert bei den meisten Seiten einwandfrei.

Nicht immer will man im Internet seine echte E-Mail Adresse preisgeben. Viele Internet Surfer haben deshalb neben ihrer echten E-Mail Adresse, die sie nur an Freunde und vertrauenswürdige Seiten weitergeben, auch einen E-Mail Account nur für Spam und weniger seriöse Websites. An sich ist das eine gute Lösung, in einigen Fällen braucht man aber eine anonyme E-Mail Adresse, die sofort und ohne Anmeldung verfügbar ist, und um die man sich danach nicht mehr kümmern muss.

10 Minuten Mail, so funktioniert’s

Eine kostenlose und anonyme Wegwerf E-Mail bekommt man zum Beispiel bei www.10minutemail.com
Nach einem Klick auf die Website erhält man eine Adresse in folgender Form: mail345260@10minutemail.com. Lässt man nun das Browser Fenster offen, erhält man bequem E-Mails für 10 Minuten Nachrichten zu dieser Adresse. Die E-Mail zerstört sich automatisch nach 10 Minuten. Reichen die 10 Minuten nicht aus, kann der Lebenszeitraum einfach um weitere 10 Minuten verlängert werden. Der Dienst ist wie gesagt kostenlos, anonym und erfordert keine Anmeldung.

Dieser Service ist zwar für den Benutzer ganz praktisch, kann allerdings aus Sicht von Unternehmen und Websites problematisch werden. Eine Wegwerf E-Mail soll Spam im Posteingang des Benutzers vermeiden, allerdings lässt sich eine 10 Minuten Mail auch von übel gesinnten Benutzern zu Spam Zwecken und Fake Anmeldungen missbrauchen.

Liste mit Wegwerf E-Mail Diensten

Hier noch eine Liste mit weiteren Anbietern, die zeitlich beschränkte Wegwerf E-Mails anbieten:

Der weltweite Aufstieg von Facebook

Die Welt der Sozialen Netzwerke wird derzeit klar von Facebook dominiert. Die Dominanz wird deutlich, wenn man einen Blick auf die World Map of Social Networks wirft, Stand Dezember 2009. Dabei ist zu erkennen, dass Facebook in den USA und den wichtigsten europäischen Ländern Marktführer ist. Keine Spur von ehemaligen Beherrschern wie MySpace, auch alt eingesessene, lokale Netzwerke wie Google’s Orkut oder Friendster wurden überholt. Ermittelt wurden die Daten vom italienischen Blogger Vincenzo Cosenza anhand vom Alexa Rank und Google Trends.

Erfolgsfaktoren von Facebook

Es scheint als wäre der weltweite Aufstieg von Facebook unaufhaltsam. Was aber sind die Gründe und Erfolgsfaktoren, die genau dieses soziale Netzwerk so erfolgreich machen?

Ein wichtiger Faktor ist sicherlich die simple und intuitive Gestaltung der Plattform. Das Design ist seriös und schön anzuschauen. Mit der Bedienung kommen die meisten Benutzer ohne Probleme klar, selbst bei dem anfänglich überwältigendem Funktionsumfang. Die Tatsache, das die meisten Facebook Benutzer ihren echten Vor- und Nachnamen bei Facebook angeben verleiht dem Netzwerk zusätzliche Seriosität. Neben der guten Bedienbarkeit und dem schlichten Design hat Facebook viele Freunde Funktionen eingebaut, die es dem Benutzer sehr einfach machen Freunde zu finden, einzuladen und mit Ihnen zu kommunizieren.

Ein weiterer Erfolgsfaktor bei Sozialen Netzwerken ist die Kundenbindung. Ist erstmal ein Großteil der Freunde bei einem bestimmten Netzwerk angemeldet, ist es relativ schwierig komplett auf eine andere Plattform zu wechseln, da man bei Null anfängt und keine Freunde hat. Ein Soziales Netzwerk ist für die meisten Anwender nur benutzbar, wenn sie dort Freunde haben. Unter diesem Gesichtspunkt ist es eigentlich erstaunlich, dass Facebook es geschafft hat so viele Menschen zum Wechsel zu bewegen. Als Gesamtpaket ist die Facebook Plattform technisch und vom Funktionsumfang wohl besser als die Konkurrenz.

Ein wichtiger Faktor ist auf jeden Fall auch die offene Entwickler API. Durch die offene Entwicklungsumgebung für Entwickler ist es sehr einfach Applikationen auf Facebook zu erstellen und in die Plattform zu integrieren. Es gibt mittlerweile tausende mehr und weniger nützliche Apps, die von Millionen Mitgliedern täglich genutzt werden.
Es macht für viele neue Online Projekte wenig Sinn sich mühsam mit einer eigenen Website eine große Benutzerbasis aufzubauen, wenn man bei Facebook mit wenigen Klicks Zugang zu Millionen potentieller Anwender hat. Mit der Einführung von Facebook Connect ist Facebook einen weiteren Schritt in Richtung Vernetzung zwischen Facebook und externen Websites gegangen. Auch Widgets, wie der Facebook Share Button oder die Fans Box, werden auf immer mehr Seiten eingesetzt und erzielen damit gute virale Effekte. Der Nutzen für Facebook Mitglieder ist dabei der einfachere Zugang zu Websites und die Möglichkeit Inhalte schnell und einfach mit Freunden zu teilen.

Großes Potential für Unternehmen und Entwickler

Besonders in Deutschland ist Facebook vielen Internet Nutzern noch neu und unbekannt. Die Zahl der Neuregistrierungen steigt kontinuierlich und damit auch das Potential der Plattform für Unternehmen und Entwickler von Applikationen. Möglichkeiten der Einflussnahme auf Facebook sind besonders die Pages und Applikationen.

Konkret kann ein Unternehmen durch eine Facebook Page sein Branding stärken und Benutzer zu Fans der Marke machen. Sobald ein Benutzer Fan des Unternehmens geworden ist, erscheint jeder Wall Post der Page im Stream des Benutzers, den er dadurch wenigstens wahrnehmen wird und gegeben falls eine Aktion folgen lässt. Einerseits kann man so mit einer Page viele interessierte Menschen ansprechen und bei gutem Inhalt noch weiter Vertrauen und Markenbewusstsein aufbauen.

Facebook bietet mittlerweile auch die Möglichkeit Werbung zu schalten. Diese erscheint momentan in einer rechten Seitenleiste und wird mit einem Bild und dazugehörigen Text angezeigt. Der Dienst ist vergleichbar mit Google AdWords, nur das man bei Facebook die Ads auf eine zielgerichtete Benutzergruppe einstellen kann. Die Kriterien sind dabei frei wählbar und beziehen sich auf die Profilfelder der relevanten Facebook Nutzer. Mit diesem Dienst will Facebook Geld verdienen. Für Unternehmen ist es ein weiterer Weg zielgerichtet Benutzer zu werben. Der Erfolg ist dabei sicherlich von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich, sowie abhängig vom Geschäftsmodell.

Abschließend nochmal der Hinweis auf die Facebook Applikationen und Facebook Connect. Es ist tatsächlich relativ einfach eine Facebook App zu programmieren. Diese lassen sich gut als Fangnetz einsetzen, zum Beispiel mit einem kleinen Spiel das zum Unternehmen passt. Besonders Spiele sind auf Facebook sehr beliebt, damit lässt sich also relativ einfach punkten. Alternativ ist der Einsatz von Facebook Connect auf bestimmten Seiten sehr zu empfehlen, da sich dadurch einfach eine Vernetzung mit Facebook erstellen lässt und Benutzer Inhalte an Freunde verbreiten können.

Das Wachstum geht 2010 weiter

Wie bereits erwähnt ergibt sich durch die riesige Plattform enormes Potential für Unternehmen und Entwickler. Facebook ist die Website auf der Millionen von Menschen täglich stundenlang unterwegs sind, auch potentielle Kunden und Fans. Als Fazit lässt sich momentan nur sagen, dass Facebook 2010 auch weiterhin stark wachsen wird. Spannend bleibt die Entwicklung in wichtigen Ländern wie China und Russland. Je größer die Marktanteile werden, desto höher werden aber auch die Kosten. Die Frage ist, ob Facebook mit dem großen Potential der Plattform auch langfristig Gewinne erwirtschaften kann. Der Börsengang wurde ja bereits geplant, aufgrund der Wirtschaftskrise allerdings vertagt. Vom Geschäftsmodell und vom finanziellen Gesichtspunkt bleibt Facebook auf jeden Fall spannend.

Vorratsdatenspeicherung beschlossen

Und Tschüss Grundrechte. Heute wurde die Vorratsdatenspeicherung beschlossen und bildet somit die rechtliche Grundlage ab 2008 sämtliche Internet- und Telefonie-Verbindungsdaten für 6 Monate zu speichern.

Alle Protest haben wie erwartet nicht geholfen, heute wurde die Vorratsdatenspeicherung im Bundestag durchgewunken. Unter dem Vorwand der Umsetzung einer EU-Richtline und dem anhaltendem Schüren der Terrorangst in Deutschland, kam es heute zu einem großen Schritt Richtung “Gläserner Bürger”. Die Dimension der Verletzung der Bürgerrechte ist schon gewaltig. Alle Bürger prinzipiell unter Generalverdacht zu stellen ist schon sehr kritisch zu betrachten. Wie war das mit der Unschuldsvermutung? Diese ist nun nicht mehr gegeben.

Was normale Bürger schon hart trifft, trifft Ärzte, Anwälte und Journalisten umso härter. Was ist mit dem Quellen- und Informantenschutz in der freien Presse? Ist es nicht beunruhigend, dass die Regierung jetzt weiß, welcher Journalist wann von welchem seiner Informanten angerufen wurde? Die Anonymität von Quellen in der Presse ist ein wichtiger Faktor, dass deren Freiheit auch wirklich gewährleistet bleibt. Vom Speichern der Verbindungsdaten zum vollständigen Speichern von Telefonaten ist es nicht fern. Soll der Staat wirklich über die vertraulichen Gespräche zwischen Arzt und Patient Bescheid wissen? Ich denke nicht.

Ich persönlich finde es zum Teil recht erschreckend, dass es beim Großteil der Bevölkerung an der Sensibilisierung für das Thema mangelt. Vielen ist es einfach egal, denken sich, das ist ja nichts schlimmes, endlich werden die bösen Terroristen gefangen. Sehr bedrohlich scheint die Vorratsdatenspeicherung für viele nicht zu sein, aber man sollte sich schon einmal kurz darüber Gedanken machen. Ich empfinde die Vorratsdatenspeicherung also ersten Schritt zum Überwachungsstaat. Nur mal ein Denkanstoß, was soll den als nächstes kommen?

Zum Glück gibt es genug Bürger, die sich gegen das neue Gesetz wehren. In diesem Zusammenhang kommt es zur größten Verfassungsbeschwerde in der Geschichte der BRD mit 7.000 Teilnehmern. Es besteht also noch Hoffnung, dass die Vorratsdatenspeicherung gekippt wird. Öffentliche Proteste sind ebenso geplant und ich kann nur jedem empfehlen sich daran zu beteiligen.
Und wenn man mal keine Zeit hat, dann reicht es sicher auch einfach mal laut die Worte “Bombe, Flughafen, Sprengung” ins Telefon zu schreien und dann seine Meinung zum lieben Staat loszuwerden. Vielleicht hört ja jemand mit…

YouTube startet in Deutschland

YouTube startet in Deutschland

Googles YouTube startet in Deutschland mit einer eigenen Plattform auf Deutsch. Partner wie ZDF, FC Bayern München, Universal Music, Kinowelt runden das Angebot mit eigenen Kanälen ab.

Es wurde auch langsam Zeit, dass YouTube internationalisiert. Unter www.youtube.de ist die Seite zu finden.
Zunächst einmal einpaar Worte zur deutschen Version. Ganz eigenständig ist die Plattform natürlich nicht, alle anderen Videos sind ebenfalls aufrufbar. Dafür stehen jetzt alle Funktionen in Deutscher Übersetzung zur Verfügung, fühlt sich alles recht gut an. Zum Start gibt es einen “Secret-Talents-Wettbewerb”, der Gewinner wird am 6. Dezember 2007 bei der “Secret Talent Show” in Berlin bekannt gegeben. Besonders gut fand ich, dass man bei der Registrierung auch mit einem bereits vorhandenen Google Account rein kommt.

Außerdem gibt es anscheinend über 60 deutsche Content Partner, was meiner Meinung sehr wichtig ist. Das scheint letztens ein wichtiger Punkt bei Googles Strategie zu sein, wenn man neue Produkte einführt. Jeder Partner hat einen eigenen Kanal, zum Beispiel der FC Bayern Kanal. Mit von der Partie sind Rundfunkanstalten, Sportorganisationen, Verlage, Musiklabels, Parteien, Filmvertriebe und Künstler – unter anderem das ZDF, FC Bayern München, VfB Stuttgart, Gruner + Jahr, Sportfive, FDP, Deutsche Welle, Universal Music, Sony BMG, NBC Universal Global Networks Germany, Kinowelt, Senator, Goethe-Institut, Greenpeace Deutschland, ohm:tv und das Deutsche Filminstitut.

Kritisch zu sehn ist allerdings der Zeitpunkt. Deutschland ist schon ein großer Internet Markt und hätte man sich hier früher positioniert, dann wären Konkurrenten wie MyVideo, Clipfish und Sevenload wohl garnicht erst so beliebt geworden. Die Verzögerung kann sicher auch durch rechtliche Probleme hervorgerufen sein, Stichwort GEMA. Interessant ist es aber allemal wie sich YouTube bei uns entwickeln wird.

Bist du Internet süchtig?

Ein 30-Jähriger chinesischer Internet-Süchtling ist nach drei Tagen am Computer an Herzversagen gestorben. Wie Internet süchtig ist unsere Gesellschaft?

Frisch aus Berlin zurück gekommen, war das erste was ich gemacht habe den Computer wieder anstöpseln (Notebook war natürlich mit dabei) und ins Internet zu gehen. Promt kommt mir auf einer Newsseite eine Nachricht zur Onlinesucht entgegen, die da heißt “Mann stirbt nach dreitägigem Internet-Marathon“. Krass oder? Wohlgemerkt, das ist in einem öffentlichen Cybercafé passiert, also in aller Öffentlichkeit! Hinter verschlossenen Türen hätte mich das nicht sooo sehr gewundert, aber im Internetcafé ist schon heftig.
Der Mann ist sicher nur die Spitze des Eisberges, aber wie sieht es da bei uns aus? Nach kurzer Recherche sind folgende Verhaltensweisen symptomatisch für Internetabhängigkeit:

  • Häufiges unüberwindliches Verlangen, sich ins Internet einzuloggen
  • Kontrollverluste in Verbindung mit diesbezüglichen Schuldgefühlen
  • Soziale Problem mit Familie, Partner oder Freundeskreis
  • Nachlassende Arbeitsleistung
  • Verheimlichung/Verharmlosung der Netz-Aktivitäten vor der Umwelt
  • Mehrfach fehlgeschlagene Versuche der Einschränkung

Das ein oder andere Symptom habe ich an mir auch schon mal beobachten können, allerdings nicht alle und schon gar nicht alle auf einmal. Bei der Onlinesucht bewegen wir uns laut Studien im Bereich von 7 bis 12%, wobei man die genau Anzahl natürlich nicht ermitteln kann. Besonders betroffen sind Jugendliche und junge Erwachsene, die beispielsweise tagelang Online-Spiele zocken. An der Stelle möchte ich einige Zitate vorbringen, die ich auf Onlinesucht.de gefunden habe (Navipunkt Bekenntnisse):

  • Wegen WoW hätte ich fast alles verloren, auch meine Familie!
  • Onlinesexsucht, der Killer einer Beziehung!
  • Arbeitslos, WOW, Trennung, Abstieg, Ausstieg
  • Meine Frau vernachlässigt die Kinder wegen WOW
  • “Ich glaub, ich bin onlinesüchtig!” (15 J., männl.)
  • Ohne das Internet fühle ich mich wertlos!

Knapp 180 Bekenntnisse und Geschichten von Süchtigen oder Familie/Angehörigen sind auf der Seite zu lesen. (Für alle die es nicht wissen, WOW ist ein weit verbreitetes Rollenspiel, das man online spielt)
Man braucht nur ein oder zwei von den Geschichten zu lesen, um zu merken, dass die Sucht ernster ist, als man denkt. Sie kann Leben, Partnerschaften und die eigene Jugend zerstören. Diese Leute brauchen wirklich professionelle Hilfe, den Rückfälle sind relativ häufig. Ganz ohne Internet kann man schließlich nicht leben, E-Mails checken oder mal was bei eBay kaufen ist unvermeidlich. So kann Internetsucht zu einem wahren Teufelskreis werden.
Im Wikipedia Eintrag zu Internetabhängigkeit gibt es noch einige Links zum Thema, im Netz gibt es außerdem noch zahlreiche Selbsthilfegruppen.

Interviews mit Oliver Jung

Zwei Interviews mit Investor Oliver Jung.

Zum einen gibt es auf förderland ein kurzes Interview mit Oliver Jung. Ein anderes als Video von Gründerszene

Ein kurzes Zitat aus dem förderland-Interview:

förderland: Und wo geht`s Ihrer Meinung nach hin, mit der neuen deutschen Web 2.0-Gründerwelle?
Jung: Weiter aufwärts. Für mich sieht das jetzige Umfeld im Internet nach einer lang andauernden Wachstumsphase aus.

Da bin ich ganz seiner Meinung. Wo er Recht hat, hat er Recht ;)

Mittlerweile hat sich Oliver Jung zum richtig cleveren Investment Manager gemausert und ist beteiligt an vielen Start-Ups/Unternehmen, wie zum Beispiel Adconion Media Group, Lokalisten, XING, epuls, FamilyOne, sportme und wahrscheinlich noch viele mehr. Die bekannteste ehemalige Beteiligungen ist sicherlich StudiVZ, das für geschätzte 100 Millionen Euro an Holtzbrinck ging.
Wichtige Faktoren für ein erfolgreiches Start-Up sind demnach zum einen ein funktionierendes Team und die Idee, aus Sicht des Benutzers. Teammitglieder kann man sicherlich ersetzten, aber die Chemie ist natürlich wichtig. Das Team sollte einen Gründer unterstützen und gut ergänzen.
Zu der Idee Perspektive von Herrn Jung hätte ich allerdings noch eine Ergänzung anzubringen, und zwar muss für mich ein Start-Up nicht nur ein Problem lösen, sondern auch ein Geschäftsmodell haben. Sprich am besten vom ersten Tag an profitabel sein. Wenn man etwas investiert, soll auch wieder was raus kommen, das ist meine Sicht der Dinge. Im Web sieht es da oft nicht so aus. Es gibt viele Internet-Ideen, die toll klingen, aber langfristig einfach nur Geld kosten, anstatt Geld abzuwerfen. Die Geschäftsidee so anzupassen, das ein Unternehmen langfristig profitabel wird, ist denke ich auch eine sehr wichtige Aufgabe des Investors, wenn nicht schon der Gründer daran gedacht hat. Unter Geld abwerfen meine ich nicht schon im Vorhinein zu planen das Unternehmen zu verkaufen. Mag für viele Gründer funktionieren: investieren, aufbauen, verkaufen und nächster Streich. Auch ein guter Ansatz, hat viele Leute reich gemacht ;) Wenn das allerdings nicht das explizite Ziel ist, dann sollte man, vor allem im Web, nicht nur auf Online-Werbung setzen, sondern andere kreative Wege gehen. Das ist meine Sicht der Dinge.

Web Trend Map 2007

http://www.informationarchitects.jp/slash/iA_WebTrends_2007_2_1600x1024.gif

Coole Web Karten sind momentan der echte Renner, ihr erinnert euch vielleicht noch an die Online Communities Map. Die Map da oben ist von unseren japanischen Freunden von Information Architects Japan. Ganz lustig gemacht eigentlich.

Das einzige was ich ein bisschen erschreckend finde, ist die Tatsache, dass ich so gut wie alle Webfirmen auf der Map kenne…

via netzpolitik.org

Update: World Web Map 2007

http://explomap.free.fr/world_web_map.html

Dank eines Kommentars, vielen Dank dafür, bin ich auf eine ähnliche Web Karte gestoßen. Die World Web Map 2007 basiert auf Traffic Daten von Alexa und ComScore und visualisiert die Größenunterschiede auf einer Weltkarte. Auch cool gemacht!

The Great Internet Crash of 2007


OMG, das Internet wurde gelöscht und es gibt keine Backup!!!

via Jans Technik-Blog

Kinder fragen Politiker nach dem Internet

Kinderreporter vom ARD-Morgenmagazin interviewen Politiker zum Thema Internet – mit erschreckendem Ergebnis.

Mit von der Partie sind Ströbele, Westerwelle, Glos, Zypries und Struck, für den Fall, das ihr sie nicht erkannt habt ;) Traurig ist nur, dass solche Politiker dann Gesetze a la Vorratsdatenspeicherung, Hackerparagraphen, Bundestrojaner, ePass oder Wahlcomputer in die Wege leiten.